Wer meinen Blog schon länger verfolgt, ahnt vielleicht auch, dass es einige Erlebnisse gibt, für die es einfach keine logische oder wissenschaftliche Erklärung gibt. (Noch nicht?) Ich entschied mich jedenfalls irgendwann, darüber zu lachen oder mich fröhlich zu wundern, aber nicht mehr alles sofort als Esoterik oder Humbug abzutun, was vielleicht früher meine Art gewesen wäre. Es gibt mit Sicherheit viele Scharlatane (Stichwort Heilsversprechen), aber es gibt auch sehr viele tolle Menschen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte, die sich ihrer Fähigkeiten, aber auch Grenzen bewusst waren. Nicht alle sind offen mit ihrer Spiritualität umgegangen – aus Angst anzuecken, aus Angst vielleicht Menschen auf dem Weg zu verlieren, … Auch ich merke beim Schreiben manchmal noch ein leichtes Unwohlsein, je „verrückter“ meine Geschichten werden.
Die Stimme im Pazifik
Abgesehen davon, dass mich in Ecuador eine Heilerin mit einem Ei vom bösen Blick geheilt hat (siehe erster Blog-Artikel) und ich in einem öffentlichen Bus sitzend mit rasanter Geschwindigkeit in Kolumbien vor „bandidos“ geflohen bin und wir dabei glücklicherweise nicht in den Anden abgestürzt sind, wäre ich auch noch beinahe im Pazifik ertrunken. Dass ich überhaupt bei relativ starkem Wellengang ins Wasser gegangen bin, war eine Mischung aus jugendlichem Leichtsinn, der Freude darüber, dass sich andere Ausländer in den Ort verirrt hatten, und Dummheit. Vermutlich habe ich zusätzlich mein Bauchgefühl gekonnt ignoriert. Ich bin nämlich wirklich keine gute Schwimmerin. Mich erwischte also eine Welle und ich wusste absolut nicht mehr, wo oben und unten war. Ich erinnere mich noch, dass mein Kopf die Situation sehr zutreffend beschrieb: „Im Pazifik absaufen – wie unnötig.“ Mein Bauch war ausnahmsweise auch mal beunruhigt. Bis dahin hatten ihn Bandidos und Co nicht sonderlich gestört. Irgendwann war Ruhe im Team, weil offensichtlich niemandem mehr etwas Schlaues einfiel und weil einfach Luft fehlte.
Höre ich Stimmen oder war das Eingebung?
Plötzlich „vernahm“ ich eine laute Stimme oder vielleicht würde ich es sogar eher so beschreiben, dass ich die Stimme oder die Botschaft in mir hörte oder einfach wusste: Heb den Kopf. Das war beinahe schon zu anstrengend, aber ich folgte dem „Befehl“ und stellte fest, dass ich mit dem Gesicht nach unten im Sand lag und das Wasser über meinen Kopf schwappte. Immerhin bekam ich zwischen den Wellen wieder etwas Luft. Mein Kopf war sofort zurück und analysierte völlig korrekt, dass ich noch ein wenig nach oben robben müsste, dann könnte ich mich ausruhen und würde ohne Unterbrechungen atmen können. Das war ein Kraftakt. Was auch immer es war – Bauchgefühl, Instinkt, meine Seele, ein Schutzengel oder irgendeine andere Stimme – es hat mir in diesem Moment ganz sicher das Leben gerettet.
Gibt es Hellwissen oder woher weiß man Dinge einfach?
Vor einiger Zeit unterhielt ich mich auf einer Geburtstagsfeier mit jemandem über Spiritualität und erzählte einige meiner „seltsame“ Beispiele: Damals, als Corona kurz nach Karneval in Deutschland und als Gesprächsthema in Mittagspausen angekommen war, meinte ein Kollege „Ach, das ist in zwei Wochen bestimmt vorbei“ Ich antwortete sofort: „Nee, das dauert mindestens zwei Jahre!“ Ich wurde komisch angeguckt. Ich weiß nicht mehr, wie ich aus der Situation genau rausgekommen bin. Ich hatte irgendwie das Gefühl, gerade aufgewacht zu sein. „Ach, dann hast du die Informationen einfach mal gechannelt.“ Meine Gesprächspartnerin auf der Feier war begeistert. So hatte ich darüber noch nie gedacht. Ich hatte es abgespeichert unter der mir bekannten Kategorie „Sätze, die ich einfach mal so sage, die irgendwann wahr werden.“
Werden wir wiedergeboren oder gibt es ein Leben nach dem Tod?
Mein Elternhaus war nicht sonderlich musikalisch und Musik hat auch keine große Rolle gespielt und trotzdem konnte ich mir nicht erklären, wieso klassische Musik – vor allem wenn ein komplettes Orchester beteiligt war – immer Stress bei mir ausgelöst hat. Stress und irgendeine seltsame Form von Angst, die ich als sehr diffus wahrnahm und mir absolut nicht erklären konnte.
Eines Tages wurde ich mit der Aussage konfrontiert, dass ich mal Musikerin in Frankreich gewesen sei – zu einer Zeit, in der Frauen beruflich nicht erfolgreich sein „durften“. Ich sei wohl ziemlich gut gewesen, aber mein Partner habe sich deswegen irgendwann abgewendet und ich sei zwar nicht verhungert aber arm und einsam gestorben.
Ich guckte ziemlich dumm. Beweisen kann ich das Ganze natürlich nicht, aber hier kommen so einige Punkte zusammen: dass es mich wahnsinnig nervt, mich als Frau im Beruf „behaupten“ zu müssen, dass Erfüllung im Beruf und in der Partnerschaft lange Zeit in meiner Welt eine Entweder-Oder-Geschichte waren. Es wäre außerdem eine Erklärung für meinen Horror vor klassischer Musik und gleichzeitig mein gutes Gespür für Musik, das mir mein Klavierlehrer attestiert hat. Außerdem war da ja mal der kindliche Gedanke, womöglich in Frankreich gelebt zu haben (siehe erster Blog-Artikel, wie alles begann) ...
Ich schließe jedenfalls fast nichts mehr kategorisch aus, auch nicht die Möglichkeit mal in einem anderen Universum gelebt zu haben. Wie war das noch mal mit Zeit und Raum und der Matrix?
Was macht ein Medium?
Nachdem ich auf meinem Weg immer mehr gelernt habe, mein Bauchgefühl durchaus ernst zu nehmen und meiner inneren Stimme zu vertrauen, bin ich in einer Ausbildung bei einem bekannten Medium gelandet – mehr aus Neugier als für den Beruf. Außerdem gab es einen Hinweis in meinem Seelenplan (siehe letzter Blog-Artikel), dass ich ein gutes Medium abgeben würde, und die meisten spirituellen Menschen, denen ich bislang in meinen Leben begegnet war, sahen etwas in mir, das ich selbst noch nicht wahrnehmen konnte (oder wollte). Da ich mich nun schon seit einigen Jahren selbst immer mal wieder von einer Heilerin begleiten lasse, deren Rolle sich über die Zeit zu einer Mentorin gewandelt hat, die abseits von Lehrbüchern und Kursplänen meinen Zugang zu spiritueller Wahrnehmung verfeinert hat, dachte ich, ich sei schon ganz gut im Bilde. Trotzdem war mir zu dem Zeitpunkt nicht ganz klar, was ein Medium eigentlich macht. Man vermittelt zwischen zwei Welten – der geistigen und der irdischen.
Wie sich Medialität zeigen kann
Wenn man ein wenig in seiner Familie oder im Bekanntenkreis gräbt, finden vermutlich viele irgendwo eine „seltsame“ Person, die gerne mal etwas träumt, das dann wahr wird, oder die im wachen Zustand etwas „sieht“, das dann genauso passiert, oder die Stimmen „hört“, die recht haben.
Ich lernte nun also, dass es neben Hellsehen, Hellhören, usw. wohl auch Hellwissen gibt. Damit konnte ich endlich etwas anfangen! Ich gebe zu, dass ich manchmal Farben in oder um eine Person herum wahrnehme. Das geht in der Regel mit einem Thema einher, das gerade wichtig ist. Entweder ist etwas zu viel oder es fehlt an etwas. Allerdings würde ich, wenn ich es konkret beschreiben müsste, immer sagen, dass ich die Farbe vielmehr weiß, als dass ich sie bildlich klar sehe.
Ich werde vermutlich später nicht unbedingt als mediale Beraterin Botschaften aus der geistigen Welt (von Verstorbenen) überbringen. Man soll aber ja bekanntermaßen niemals nie sagen. Ich musste nun also wirklich mal regelmäßig meditieren, um meine verschiedenen Wahrnehmungskanäle zu schärfen und noch mehr meiner Intuition zu vertrauen. Die geistige Welt kann sich nämlich gut mit unseren inneren Stimmen connecten. Wie praktisch. Ich könnte auch hier eine eigene Blog-Reihe mit großen und kleinen Beispielen starten, was alles möglich ist und wird, wenn man sich der Idee, dass es eine geistige Welt gibt, nicht verschleißt – und ja, auch der Kontakt zu verstorbenen Angehörigen.
Medialität im Coaching
Was mir besonders gefiel, weil es mir als Mensch, Psychologin und Coachin immer schon sehr wichtig war: Wir sollten sehr, sehr sorgsam mit unseren Fähigkeiten umgehen. Man wird uns also nicht mit einer Glaskugel in einem abgedunkelten Zelt auf einer Kirmes finden und weitreichende Prophezeiungen machen. Fakt ist, dass ich das, was ich gelernt habe und wahrnehme, nicht ignorieren kann. Es ist jetzt einfach da. Allerdings „fummele“ ich ganz bestimmt nicht ungefragt im Energiesystem von anderen Menschen herum oder überbringe irgendwelche Botschaften. Wenn sich etwas zeigt – ein Gefühl, ein Bild, eine Farbe und das oftmals nicht nur bei mir – dann weiß ich heute gut damit umzugehen oder kann entsprechend sensiblen Menschen die Angst vor ihrer eigenen Verrücktheit nehmen.
Wie kann ich mit der geistigen Welt in Kontakt treten?
Vielleicht möchtest du dich zunächst einmal fragen, welchen (Sinnes-)Kanal du bevorzugst. Wie nimmst du feine Nuancen in deiner Umgebung wahr – hörend, sehend, fühlend? Ich habe im Laufe meines Lebens in (größeren) Städten und Büros gut gelernt, wegzuhören. Hier müsste ich schon angeschrien werden, damit etwas bei mir ankommt.
Wenn du magst, kannst du auch mal auf die berühmten „Zeichen“ achten. Welche Themen begegnen dir wiederholt im Außen oder Innen? Was siehst du, was liest du, wen triffst du, wenn du dich vielleicht gerade in deinem Leben mit einer bestimmten Fragestellung beschäftigst?
Kannst du deine eigene Energie schon von der von anderen unterscheiden? Auch das ist wichtig, um zu wissen, was deins ist und was nicht. Vielleicht möchtest du mal darauf achten, wie du das wahrnimmst – über Farben, Temperatur, unterschiedliche Schwingungen, …?
Ich kann dir auf jeden Fall raten, geduldig mit dir zu sein – vor allem, wenn du auch eher einen dominanten Kopf hast und mit Spiritualität bislang nicht viel am Hut. Den Kopf leer zu bekommen und mit sich verbunden zu sein, ist essentiell.
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