In meinem letzten Artikel ging es darum, wie alles mit allem im Körper zusammenhängt. Heute geht’s um die Momente, ich denen ich mich fragte, ob überhaupt alles mit allem zusammenhängt – und wie sich das zeigen kann.
Sensible Kinder – Zwischen Empathie, Menschenkenntnis und … ja was genau?
Ich soll schon als Kind sehr sensibel gewesen sein – so sensibel, dass meine Mutter, die neulich eine Dokumentation über Hochsensibilität gesehen hat, mir nachträglich entsprechende „Diagnose“ stellte. Offensichtlich habe ich schon als Kind sehr stark die Emotionen oder auch den Stress anderer Menschen wahrgenommen und war allgemein sehr feinfühlig. Ich erinnere mich an eine Zeit als Jugendliche, als ich nicht verstehen konnte, wieso andere nicht genauso wussten oder spürten, was eigentlich Sache ist, wo der Kern eines Problems liegt, was das Thema hinter dem Thema ist und vor allem, was zu einer Lösung beitragen könnte. Abgesehen von einer großen Schüchternheit in der Pubertät, weswegen ich nicht gerne (mit Fremden oder in Gruppen) gesprochen habe, erinnere ich mich nur an sehr wenige Situationen in meinem Leben, in denen ich nicht wusste, was oder wie ich es sagen sollte oder in denen mir ganz die Worte fehlten. Zählt das alles zu einer gesunden Menschenkenntnis oder was genau steckt dahinter?
Sind wir alle miteinander verbunden?
Reichen die Bruchteile von beispielsweise Geruch, Stimmlage oder Mimik und Gestik aus, um ein vollumfängliches Bild von einer komplexen Situation zu bekommen? Oder sind wir doch alle enger – vielleicht sogar energetisch – miteinander verbunden, als wir das so für möglich halten? Ich würde sagen: Letzteres. Auch wenn ich mich zwecks „Beweisführung“ vielleicht langsam doch mal mit Quantenphysik beschäftigen müsste. Fragt man Mütter, sagen wohl die allermeisten, dass sie spüren, wenn es ihren Kindern nicht gut geht – selbst wenn diese kilometerweit entfernt wohnen. Oder der Klassiker: Man möchte sich bei einer Person melden, bei der man sich schon lange nicht mehr gemeldet hat, und plötzlich ruft sie an oder schreibt.
Wenn man jemanden einfach spürt
Vor einigen Jahren erwachte ich im Freibad aus einem Schläfchen, weil ich meinte, die Präsenz eines Freundes zu spüren, den ich schon einige Monate nicht mehr gesehen hatte. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass er gerade leicht wütend vor mir stand. Einige Tage später meldete er sich. Er war an besagtem Tag tatsächlich vor dem Freibad gewesen, wurde aber wegen Überfüllung nicht mehr hineingelassen.
Wenn der Schmerz nicht deiner ist
Im Dezember 2020 bekam ich plötzlich sehr starke Rückenschmerzen, die ich mir trotz Homeoffice absolut nicht erklären konnte. Zwei Tage später kam die Nachricht aus dem Altenheim meiner an Demenz erkrankten Oma, dass ihr Sterbeprozess begonnen habe. Es gehe ihr gut, aber sie habe starke Rückenschmerzen. Als nicht direkte Angehörige durfte ich sie damals (Corona) nicht besuchen. Einige Tage später saß ich beim Frühstück, als ich plötzlich das Gefühl hatte, jemand ziehe mir die Rückenschmerzen wie einen Pullover aus. Zehn Minuten später rief meine Mutter an: Meine Oma war gerade verstorben. Mein Vater war bei ihr. Und meine Rückenschmerzen waren wie weggeblasen.
Synchronizität in Freundschaften oder teilen wir uns eine Hirnzelle?
Mein Lieblingsbeispiel, das mich im Alltag begleitet: Ich teile mir mit einer Freundin, die in einem anderen Land lebt, eine Hirnzelle – und die hat oft Hunger. Manchmal scherzen wir darüber, wer sie wann haben kann, wenn zum Beispiel besonders produktiv gearbeitet werden muss. Manchmal vermuten wir, dass sie gerade mit einem Cocktail mit Schirmchen in einer Hängematte liegt oder abends lang um die Häuser gezogen ist, wenn wir beide scheinbar nichts geregelt bekommen. Seit Jahren stellen wir jedenfalls immer wieder fest, dass wir uns zur gleichen Zeit mit denselben Themen beschäftigen, die sonst im Alltag kaum eine Rolle spielen – zum Beispiel philosophieren wir am selben Tag über die Bedeutung von Meilensteinen in Freundschaften, beschäftigen uns mit dem Thema Altersvorsorge oder haben identische Essensgelüste. Und das, obwohl wir uns nicht mal jedes Jahr persönlich treffen. An ihrer Mimik kann es also nicht liegen, dass wir uns am selben Tag Oliven kaufen. Vielleicht fühlt sich so auch Telepathie an?
Woher weiß man, welches Geschlecht das ungeborene Kind hat?
Es gab übrigens eine Phase in meinem Leben, da wusste ich das Geschlecht eines Ungeborenen ganz ohne Ultraschall. Die Trefferquote lag bei 100 %, wenn ich die Mutter schon mal gesehen und ein Gefühl dazu hatte. Das hatte ich meistens, aber nicht immer, muss ich fairerweise sagen. Nachdem ich meine merkwürdige Beobachtung einigen Freundinnen und Kolleginnen erzählt hatte, machten wir uns einen Spaß aus der Sache und sie „überprüften“ meine Wahrnehmung. Es blieb bei den 100 %. Dazu kamen etliche Male, in denen ich ein Geschlecht zu dem Baby spürte, es aber für mich behielt. Interessanterweise hörte diese „Fähigkeit“ irgendwann auf. Im Nachhinein kann ich nicht mehr genau sagen, wann. Manch ein spiritueller Mensch würde wohl sagen: Irgendwann war es einfach nicht mehr nötig, weil ich verstanden hatte, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als man sehen kann.
Also bin ich jetzt spirituell, verrückt oder einfach nur sehr empathisch?
Das kann ich dir nicht sagen – möglicherweise von allem etwas. Vielleicht liest du den Blog schon länger und hast dich mit den Fragen und deinen ganz persönlichen Antworten darauf beschäftigt. Vielleicht fallen dir Situationen ein, in denen du einfach etwas (über jemanden) wusstest, das du eigentlich nicht wissen konntest. Vielleicht spürst du manchmal mehr, als du erklären kannst, und fragst dich dann, woher das kommt. Vielleicht gab es in deinem Leben auch Momente, in denen du plötzlich wusstest, dass du dich bei jemandem melden solltest, und es genau richtig war. Oder du teilst dir auch mit jemandem eine Hirnzelle? Oder du magst mal überlegen, welche scheinbaren „Zufälle“ sich schon ergeben haben in deinem Leben. Was war vielleicht gar kein Zufall?
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